Sie befinden sich hier

27.04.2018 14:39

Kommunaler Austausch – Städtepartnerschaften China

Deutschland und China sind wichtige Handelspartner. Die Austauschbeziehungen beider Länder werden auch auf Ebene der kommunalen Städtepartnerschaften gefördert.

Autor: C³ vom 27.04.2018

Düsseldorfer Oberbürgermeister Thomas Geisel © SKEW / Fotograf: Martin Magunia

Konferenzteilnehmer deutscher Kommunen © SKEW / Fotograf: Martin Magunia

Runder Tisch China © SKEW / Fotograf: Martin Magunia

Hanno Rademacher vom C³ beim Erfahrungsaustausch © SKEW / Fotograf: Martin Magunia

Erfahrungsaustausch deutscher Kommunen mit China

Vom 26.04. bis 28.04. fand in Düsseldorf der „3. Runde Tische Kommunale Partnerschaften mit China“ statt. Die Veranstaltung diente der Vernetzung von kommunalen Vertretern und dem Erfahrungsaustausch über das städtepartnerschaftliche Engagement mit Kommunen in China.  

Wuppertal pflegt seit Oktober 2015 eine Städtefreundschaft in Dongguan in der Provinz Guangdong.
Hanno Rademacher vom China Competence Center (C³) nahm an der Veranstaltung teil und berichtetet von seinen frischen Eindrücken nach seinem einmonatigen Arbeitsaufenthalt im Bureau of Commerce der Stadt Dongguan im Rahmen eines offiziellen Mitarbeiteraustauschprogramms.

Organisiert wurde der Runde Tisch von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW), die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) den deutschen Kommunen als Service- und Beratungseinrichtung zur Verfügung steht.

In den Gesprächen auf der zweitägigen Veranstaltung in Düsseldorf wurden wichtige Themen wie die Agenda 2030 sowie die chinesische Seidenstraßeninitiative „One Belt, One Road“  in Fachvorträgen erläutert und in Gruppen diskutiert.

Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Stadt Düsseldorf hieß die knapp 50 städtischen Vertreter im Ratssaal willkommen bevor Herr Jan Patrick Schnell, Referent vom BMZ, in das Thema der städtischen Partnerschaften einführte.

Implikationen der Seidenstraßeninitiative

Herr Johannes Pflug, Chinabeauftragter der Stadt Duisburg, gab eine Einführung zur Seidenstraßeninitiative (一带一路), einem Bündel aus Infrastruktur- und Investitionsmaßnahmen, mit dem die Volkrepublik China entlang der historischen Handelsrouten gestaltungspolitisch aktiv wird. Die Seidenstraße wird in Fachkreisen als Chinas bisher größtes und umfassendstes außenwirtschaftliches Maßnahmenpaket angesehen.

Für die deutschen Kommunen bietet diese globalpolitische Erschließungsmaßnahme Chancen wie Investitionen und Unternehmensansiedlungen. In Wuppertal haben sich mittlerweile 42 chinesische Unternehmen angesiedelt. In Kooperation mit der Investitionsförderungsgesellschaft des chinesischen Handelsministeriums (CIIPA Germany) plant das China Competence Center (C³) der Wirtschaftsförderung Wuppertal die Errichtung eines Deutsch-Chinesischen Technologieinkubators.

Wichtiger Bestandteil der Veranstaltung war zudem eine Übersicht zu Fördermitteln und weitergehenden Informationsplattformen durch Doreen Eismann, Projektleiterin der SKEW.


Hanno Rademacher zog ein positives Fazit der Veranstaltung: „Das war eine gelungene Veranstaltung. Erfahrungsaustausch ist immer eine wichtige Quelle für neue Impulse und wir haben schon einige Ideen für die Erweiterung der Chinaaktivitäten der Stadt Wuppertal.“