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11.09.2018 22:55

Kooperationsabkommen mit Dongguan unterzeichnet

Der regelmäßige Austausch der beiden Städte führt zu Erfolgen. Im Rahmen des Empfangs der Delegation aus Dongguan im Ratssaal im Barmer Rathaus durch Bürgermeisterin Schulz und Stadtdirektor Dr. Slawig wurden drei Kooperationsabkommen unterzeichnet.

Autor: C³

Geschenkübergabe mit Regierungschef Herrn LIANG Weidong, Vizebürgermeister Zhang, Bürgermeisterin Schulz und Stadtdirektor Dr. Slawig

Kooperationsabkommen Wasserschutz mit Georg Wulf (Wupperverband), Markus Schlomski (WSW) mit Herrn Zhu (Dongguan Water Management Group)

Armin Schulz (TAW) mit seinem Parter aus China

Dr. Volmerig von der Wirtschaftsförderung präsentiert die Kooperationsurkunde

Wuppertaler Unternehmer bei der Abreitskonferenz im Ratssaal

Fachvorträge im Rahmen der Arbeitskonferenz

Besuchsprogramm in Wuppertal

Die 20-köpfige Delegation aus Dongguan unter Leitung des Regierungschefs LIANG Weidong setzt sich zusammen aus Führungspersonal der Stadtverwaltung, Gewerbeamt, Forschungsinstitutionen, Bildungseinrichtungen sowie Umwelt- und Wasserbehörden. Die Gäste aus China verbrachten zwei Tage in Wuppertal. 

Nach der Ankunft in der Bergischen Metropole am Sonntag stand zunächst ein Besuch der Historischen Stadthalle auf dem Programm. Heike Topole zeigte den Gästen die Räumlichkeiten.

Ein erstes Arbeitsgespräch fand mit dem Wupperverband und der WSW Wasser & Energie AG am Klärwerk Buchenhofen statt. Die Industriestadt Dongguan öffnete sich als einer der ersten Orte in China der Weltwirtschaft. Nach 40 Jahren rasanter Wirtschaftsentwicklung rücken die Themen Umwelt- und Wasserschutz zunehmend in den Fokus. In China hofft man aus Unterstützung im Flussgebietsmanagement und in der Energierückgewinnung. 

Am Abend standen dann eine Schwebebahnfahrt und ein Besuch vom Engelspavillon auf dem Programm. 

Berufsausbildung und Technik Made in Germany

Am Montag traf sich die Delegation mit Vertretern der Universität und der Technischen Akademie Wuppertal (TAW). Akademische Bildung und berufliche Weiterbildung nach deutschem Standard sind geschätzte Vorbilder in China. Das gilt auch für Technik Made in Germany. 

Philip Schmersal begrüßte die chinesischen Gäste in seiner Firma und erklärte die Erfolgsgeschichte des international erfolgreichen Mittelständlers aus Wuppertal im Bereich der Sicherheits- und Schalttechnik. Die Firma Schmersal ist seit 20 Jahren bereits selber auf dem chinesischen Markt aktiv. Laut dem Geschäftsführer ist die chinesische Tochtergesellschaft ein wichtiger Baustein für das internationale Geschäftsmodell der Schmersal Gruppe. 

Wirtschaftliche Zusammenarbeit

Die wichtigste Station des Delegationsbesuches war der Besuch im Rathaus am Montagnachmittag. 

In einer von Stadtdirektor Slawig geleiteten Arbeitskonferenz wurden drei Kooperationsabkommen unterzeichnet.

Dr. Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung Wuppertal unterzeichnete mit Direktor CAI vom Dongguan Bureau of Commerce ein Kooperationsabkommen zur vertieften wirtschaftlichen Zusammenarbeit und gegenseitigen Unterstützung beim regionalen Standortmarketing. 

Ziel ist es die Vernetzung von Unternehmen aus beiden Städten zu fördern und branchenspezifische Cluster und Austauschplattformen, wie z.B. den von der Wirtschaftsförderung mitorganisierten Deutsch-Chinesischen Automobilkongress, weiter zu entwickeln. Thomas Lämmer-Gamp von der BSW erläuterte den deutschen und chinesischen Gästen die aktuellen Entwicklungen im Automobilcluster Bergisches Städtedreieck. 

Umwelt- und Wasserschutz

Ein weiteres viel versprechendes Kooperationsabkommen rückt die internationale Zusammenarbeit im Umwelt- und Wasserschutz in den Mittelpunkt. Georg Wulf, Vorstand des Wupperverbandes, und Markus Schlomski von der WSW unterzeichneten mit der Dongguan Water Group ein weiteres Kooperationsabkommen.

Dongguan geht es um tatkräftige Unterstützung bei der Modernisierung und dem Ausbau des Abwassersystems und darum eine nachhaltige Wasserwirtschaft mit der Stadtentwicklung in Einklang zu bringen. 

Das Flussgebietsmanagement des Wupperverbandes ist ein Paradebeispiel für erfolgreichen Wasserschutz in einer industriell geprägten Region. Dr. Volker Erbe und Dr. Gerd Kolisch hatten bereits am Sonntag durch die Kläranlage geführt und die Konzepte zum Wasserschutz und der Abwasseraufbereitung vorgestellt. Claudia Fischer von der WSW und Hanno Rademacher vom C³ hatten zuvor intensiv mit den Partnern aus China verhandelt.

Reger Austausch als Basis für Zusammenarbeit

Armin Schulz, Leiter der Technischen Akademie Wuppertal (TAW), unterzeichnete eine Absichtserklärung zur Zusammenarbeit mit einer technischen Hochschule aus Dongguan und komplettierte somit die erfolgreiche Arbeitskonferenz.

Wuppertal und Dongguan sind seit 2015 offiziell Freundschaftsstädte und haben seitdem die Beziehungen stetig ausgebaut. Instrumental war ein Mitarbeiteraustauschprogramm durch das Mitarbeiter aus den öffentlichen Verwaltungen der beiden Städte jeweils im anderen Land an der Verständigung und an konkreten Projekten arbeiten konnten. Zuletzt verbrachte Hr. Hanno Rademacher vom C³ von März bis April 2018 einen Monat im Dongguan Bureau of Commerce und bereite die Abkommen vor. 

Ende November 2018 reist das C³ anlässlich des 2. Deutsch-Chinesischen Automobilkongresses mit einer Unternehmerdelegation nach China und wird anschließend auch die Partner in Dongguan besuchen.