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18.05.2020 16:22

Maskenlieferung aus Dongguan

Die chinesische Stadt Dongguan schenkt Wuppertal 50.000 Schutzmasken als Zeichen der Solidarität. Die Wirtschaftsförderung Wuppertal hat AöR hat die Schutzmasken per Luftfracht für die Wuppertaler Bürger einfliegen lassen.

Autor: C³

Hanno Rademacher übergibt Sozialdezernent Dr. Stefan Kühn die Masken

Volles Lager bei der Wirtschaftsförderung

Die schönsten Schutzmasken sind rosa

Ein Mitarbeiter vom Jobcenter holt die Masken ab

Fröhliche Einzelhändler senden Grüße an die Partnerkommune

Aktiv im Importgeschäft

„Es hat letztlich alles gut mit der Wareneinfuhr funktioniert“, freut sich Hanno Rademacher, Projektleiter vom China Competence Center, während er beim Entladen eines Lieferwagens hilft. An Bord sind 50.000 Community-Masken, die einen langen Weg aus China in den Technologiepark auf Lichtscheid hinter sich haben.
Die Schutzmasken sind ein Geschenk von Wuppertals offizieller Freundschaftsstadt Dongguan.
Lediglich den Transport musste das China Competence Center (C³) der Stadt Wuppertal selbst organisieren. In Zeiten der Coronakrise mit einem globalen Frachtrückstau und sich täglich ändernden Lieferkapazitäten war das durchaus eine Herausforderung. Die Wirtschaftsförderung Wuppertal musste zunächst eine Importgenehmigung bei der Zolldirektion in Dresden beantragen und mit weiteren Behörden Einfuhrbedingungen klären. Zudem galt es die strengen Ausfuhr- und Einfuhrbestimmungen in China und Deutschland zu berücksichtigen. Nun sind die Masken aber endlich da.

Verlass auf Partnerstadt

„Die Spende ist eine schöne Geste der Stadt Dongguan. Wir sind froh, so einen verlässlichen Partner in China zu haben.“, so Rademacher. Durch gemeinsame Projekte und Austauschprogramme für Mitarbeiter kennen sich beide Städte inzwischen gut. Im letzten Jahr war Rademacher mit Vertretern des Wupperverbandes und der Stadtwerke Wuppertal (WSW) wegen eines Abwasserprojektes mehrere Wochen zu Gast in der chinesischen Millionenmetropole. Es finden regelmäßig Netzwerktreffen zwischen beiden Städten statt. Im Dezember 2019, vor Ausbruch der Coronakrise, reiste der Wuppertaler Unternehmer Keith-Alan Koster der Firma GenerationDesign als Jurymitglied des landesweit bekannten DiD Design Awards nach Dongguan.
Mit Dongguan existieren Kooperationsprojekte in den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Umweltschutz.

Masken werden kostenlos verteilt


Die Wirtschaftsförderung wird die Masken in den kommenden Tagen verteilen. Besonders bedürftigen Menschen sollen die Masken zur Verfügung gestellt werden. Daher geht ein Großteil an städtische und gemeinnützige Einrichtungen. So wurden bereits 19.000 Masken an Sozialdezernenten Dr. Stefan Kühn und 5.000 Masken an das Jobcenter Wuppertal übergeben.
Aber auch der Einzelhandel mit seiner zentralen Bedeutung für das Wirtschaftsleben wird berücksichtigt. Die Nachfrage nach Masken sei bei den Händlern groß, erzählt Nasim Eichmann. Die Projektkoordinatorin der Online City Wuppertal bekommt fast täglich Anrufe von Händlern, die dringend Masken benötigen. „Viele hatten in den vergangenen Wochen wegen der Geschäftsschließungen kaum Einnahmen. Und ein Päckchen Masken kostet im Moment richtig Geld. Da freuen sich viele, wenn sie ein paar Masken umsonst bekommen“.
Eine erneute flächendeckende Schließung der Ladengeschäfte durch einen Wiederanstieg der Infektionszahlen gilt es dringend zu vermeiden. Die Masken aus Dongguan können dabei einen kleinen Beitrag leisten.

Bereits zweite Lieferung


Im März hatte Wuppertal bereits 10.000 von der chinesischen Stadt Foshan als Gründungsmitglied der Deutsch-Chinesischen Industriestädteallianz erhalten. Der stellvertretende Generalsekretär der ISA und Chefrepräsentant der Stadt Foshan in Deutschland, Herr Qiang Rong, reiste persönlich nach Wuppertal um die Masken zu übergeben.
Auch die chinesische Stadt Xinxiang aus der Provinz Henan, zu der Wuppertal freundschaftliche Beziehungen unterhält, hat eine Lieferung von 10.000 Masken angekündigt.