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06.06.2019 15:28

Wuppertal fördert Kooperationen deutscher und chinesischer Unternehmen

Die guten Beziehungen weiter vertiefen, um in Zukunft noch besser voneinander zu profitieren – diesen Wunsch äußerten sowohl die Wuppertaler Politik und die Wirtschaftsförderung als auch die Vertreter aus Dongguan. Beim zweitägigen Besuch der chinesischen Delegation trafen sich aber nicht nur offizielle Vertreter beider Städte. Auch junge Unternehmer kamen zum direkten Austausch zusammen.

Autor: C³

Hanno Rademacher (C³) mit seinen Gästen an der Engelsstatue

Dr. Volmerig präsentiert auf der Business Promotion Conference den Wirtschaftsstandort Wuppertal

Die Delegation von Herrn LUO vor dem Wuppertaler Rathaus

Bürgermeisterin Ursula Schulz und Stadtdirektor Slawig empfangen die Gäste im Rathaus

Arbeitsgespräch zu den Themen Wirtschaftskooperation und Ausbildung mit den Delegationsleitern

Etablierte Partnerschaft

Seit 2013 pflegt Wuppertal eine Städtekooperation mit Dongguan, einer Stadt mit mehr als acht Millionen Einwohnern im Südosten Chinas. Es gibt regelmäßig Austausch zwischen den beiden Städten und gegenseitige Besuche. Nun waren chinesische Vertreter aus Politik und Wirtschaft für zwei Tage zu Gast im Tal. Bei Gesprächen im Wuppertaler Rathaus war man einig, dass insbesondere die wirtschaftlichen Beziehungen weiter vertieft werden sollen. Auch, um dem Kooperationsabkommen gerecht zu werden, das beide Städte im letzten Jahr unterzeichneten. Dieses sieht speziell in den Bereichen Wirtschaft, berufliche Bildung, Umweltschutz, Kultur und Tourismus eine tiefere Zusammenarbeit vor.

Netzwerke für KMUs schaffen

Die Vertreter aus Dongguan sehen besonders in den Wirtschaftsfeldern Automotive, Gesundheit und Umwelt Potenzial für eine zukünftige Kooperation. Zudem wurde der Wunsch geäußert, den personellen Austausch zwischen Unternehmen aus Wuppertal und Dongguan zu intensivieren. Auf wirtschaftlicher Ebene könnten die beiden Städte sich gut ergänzen, so der chinesische Delegationsleiter LUO Zhaoqun.
Aus Wuppertaler Sicht ist es nun an der Zeit für den nächsten Schritt. Nach der gegenseitigen Kennenlernphase sollen konkrete Projekte erarbeitet werden, um die Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Unternehmen zu fördern. Gerade für kleine Unternehmer aus Wuppertal sei es schwierig, sich ein Standbein auf dem chinesischen Markt aufzubauen, so Dr. Rolf Volmerig von der Wirtschaftsförderung. Grund dafür seien, neben der Sprachbarriere, auch organisatorische und rechtliche Fragen, wie zum Beispiel fehlende Kenntnisse über das chinesische Steuersystem. Die Unternehmen brauchen ein Netzwerk, das bei solchen Themen Hilfestellungen leistet. Die Wirtschaftsförderung schlug vor, Unternehmerpaare aus China und Deutschland zusammenzubringen, um feste Partner zu etablieren, die sich gegenseitig bei der Erschließung eines neuen Marktes unterstützen könnten. Das China Competence Center C³ und das chinesische Pendant zur Wirtschaftsförderung könnten helfen, potentielle Partner zusammenzuführen.

Die erste Gelegenheit dazu bot sich noch am selben Abend bei einer Konferenz zur Wirtschaftsförderung in den Räumlichkeiten der Technischen Akademie Wuppertal (TAW). Mit nach Wuppertal reisten auch zehn Jungunternehmer aus Dongguan. In einem B2B-Matchmaking hatten die chinesischen und deutschen Jungunternehmer die Möglichkeit, miteinander in Kontakt zu kommen und sich über gemeinsame Geschäftsfelder auszutauschen. „Die Unternehmer direkt miteinander ins Gespräch zu bringen ist unser wichtigstes Anliegen. Wir vom C³ sehen uns als Brückenbauer und helfen gerne dabei, den Kontakt zwischen Unternehmen herzustellen“, bestätigt Hanno Rademacher, der den Austausch organisiert hat. „Es war eine gelungene Veranstaltung. Ich habe viel positives Feedback sowohl von den Wirtschaftsjunioren auf deutscher Seite als auch von den Unternehmern auf chinesischer Seite bekommen“.

Weitere Treffen geplant


Und vielleicht gibt es schon ein baldiges Wiedersehen mit den Vertretern aus Dongguan in Wuppertal. Die Delegation kündigte an, dass ein chinesisches Kamerateam einen Film über Wuppertal drehen wolle. Die Stadt Wuppertal lud die Vertreter zudem zum Engelsjahr 2020 ein.

Im Gegenzug verkündete Dongguan die Organisation eines Sister City Roundtables Ende Juli 2019.
Zu dem Netzwerktreffen wurden auch Vertreter aus Wuppertal eingeladen.