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04.12.2018 15:07

Wuppertaler Delegation erneut in China

Vom 24.11. bis zum 02.12.2018 ist eine Wuppertaler Delegation unter der Leitung von Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig und Bürgermeisterin Ursula Schulz nach China gereist. Anlässlich des 2. Deutsch-Chinesischen Automobilkongresses in den Städten Nanjing und Nanchang begleiteten Unternehmer aus dem Bergischen Land sowie des Automotive-Clusters Bergisches Städtedreieck die Delegationsreise. Die Wuppertaler Delegation reiste nach dem Kongress weiter nach Taizhou/Wenling und besuchte die offizielle Freundschaftsstadt Dongguan im Südosten Chinas.

Autor: C³

Arbeitsgruppe der Deutsch-Chinesischen Automobilallianz

Staffelübergabe durch Dr. Slawig an die Stadt Nanjing

Arbeitsgespräch beim Rathausempfang in Taizhou/Wenling

Regierungschef Liang und Stadtdirektor Slawig tauschen Gastgeschenke aus

Slawig und Liang beim Delegationsempfang im Rathaus Dongguan

Hanno Rademacher, Ursula Schulz, Johannes Slawig und Armin Schulz beim Besuch der Dongguan Polytechnic

Innovative Plattform: Deutsch-Chinesischer Automobilkongress

Gemeinsam mit einem Netzwerk regionaler Partner (BSW und NRW.Invest) hat die Wirtschaftsförderung Wuppertal am 25.09.2017 in Kooperation mit der CIIPA Germany den 1. Deutsch-Chinesischen Automobilkongress in der Historischen Stadthalle Wuppertal durchgeführt.

Insgesamt 350 Teilnehmer aus der Automobil- und Zuliefererbranche nahmen dem Kongress mit Expertenvorträgen, Paneldiskussionen und B2B-Matchmakings teil. Ziel war es die deutsche Zuliefererindustrie mit chinesischen OEMs ins Gespräch zu bringen. Das Feedback aus der Industrie (Vorwerk Autotec, Delphi (Aptiv), Schmersal, WKW, Coroplast, Babtech uvm.) war sehr positiv.

2. Deutsch-Chinesischer Automobilkongress in Nanjing

Nach Absprache mit der CIIPA wird das Konzept des Deutsch-Chinesischen Automobilkongress nun im jährlichen Wechsel zwischen Deutschland und China fortgeführt. Auf dem Kongress in Nanjing haben sich 400 Experten und Fachkräfte zu den wichtigsten Themen der Zukunftsmobilität wie Elektromobilität sowie vernetztes und autonomes Fahren ausgetauscht. Aus Deutschland sind rund 60 Gäste aus dem gesamten Bundesgebiet angereist.

Stephan A. Vogelskamp und Thomas Lämmer-Gamp von der BSW stellten das Automotive Cluster des Bergischen Städtedreiecks vor. 250 Zulieferer aus der Region rund um Wuppertal sind der Branche zuzurechnen.
Auch die Bergische Universität Wuppertal (BUW) forscht aktiv an den Szenarien der Elektromobilität wie Per Kohl und David Michalik vom Lehrstuhl von Prof. Kummert berichteten. Gemeinsam mit der BSW wurde die die Zukunftsstudie Automotive Region Bergisches Städtedreieck 2030 veröffentlicht.

Dr. Andreas Braasch, Geschäftsführer der Wuppertaler Firma IQZ, führte als Moderator durch die Podiumsdiskussionen. Die IQZ GmbH berät produzierende Unternehmen weltweit und ist aktiv im Chinageschäft engagiert. „Durch das Kongressformat können wir als Wuppertaler Unternehmen sowohl Kontakte zu den deutschen regionalen Automobilclustern knüpfen und auch direkt mit chinesischen OEMs in Kontakt treten. Wir hatten Gespräche mit NIO, Byton und FAW“, erläuterte Dr. Braasch. Der Wuppertaler Unternehmer hatte bereits den 1. Automobilkongress am 25.09.17 in Wuppertal moderiert.

Besuch in Taizhou/Wenling


Nach dem Kongress reisten Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig und Bürgermeisterin Ursula Schulz in Begleitung von dem Direktor der Technischen Akademie Wuppertal (TAW) Armin Schulz und Hanno Rademacher vom C³ weiter in die Küstenstadt Wenling bei Taizhou.

Die Region rund um die Stadt Taizhou ist geprägt durch die höchste Dichte von privatwirtschaftlichen Unternehmen in China. Ziel war hier primär das Standortmarketing und die  Investorenansprache. Insgesamt vier Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Werkzeugindustrie wurden  besucht. Eine Delegation aus Taizhou/Wenling war bereits im April 2018 in Wuppertal und zeigte großes Interesse am geplanten Technologieinkubator, dem geplanten Erweiterungsbau am W-TEC.

Stadtdirektor Slawig unterzeichnete gemeinsam mit Bürgermeister Zongming WANG im Rahmen eines offiziellen Delegationsempfangs im Rathaus Wenling eine Absichtserklärung zur Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen. Zudem unterzeichnete Armin Schulz im Rahmen der Internationalisierungsstrategie der TAW eine Absichtserklärung mit einer Fachhochschule aus Taizhou.

Zu Gast bei Freunden in Dongguan

Mit keiner anderen Stadt in China pflegt so regelmäßig Austausch wie mit der offiziellen Freundschaftsstadt Dongguan im Perlflussdelta im Südosten Chinas. Im September 2018 hatten Delegationsvertreter rund um Regierungschef Weidong LIANG im Barmer Rathaus drei Kooperationsabkommen mit Institutionen aus Wuppertal unterzeichnet. Beide Seiten wollen die Potentiale in den Bereichen Wirtschaftskooperation, Umweltschutz & Wasserwirtschaft sowie in der beruflichen Weiterbildung erschließen.


Beim Besuch in Dongguan wurden in verschiedenen Arbeitsgesprächen nun konkrete Schritte vereinbart, um die Kooperation zu vertiefen. Zwischen April und Mai 2019 ist eine Delegationsreise der Wuppertaler Wasserwirtschaft nach Dongguan geplant. Die Stadt setzt sich intensiv mit einer nachhaltigen Stadtentwicklung auseinander und hofft dabei auf Unterstützung. Die Wuppertaler Delegation erhielt zudem eine ausführliche Einführung in die Binhaiwan Greater Bay Area, einen groß angelegten Entwicklungsplan um das Perlflussdelta mit den Städten Macau und Hong Kong zu einem großen Wirtschaftsraum zu integrieren.
Auch der Wuppertaler Wirtschaft bieten sich dort große Potentiale. In einem Interview für das Handelsblatt mit dem bekannten Chinaexperten Frank Sieren hatte sich LIANG bereits zur Zusammenarbeit mit Wuppertal geäußert.